Projekt Belize

Das Shipstern Naturreservat wurde im Jahre 1989 gegründet als Projekt des ITCF, mit Sitz in der Stiftung Papiliorama Kerzers (CH) und dem Königlichen Burgers‘ Zoo in Arnheim (NL). Seit 2013 ist dieses ursprüngliche Projekt ein in Ewigkeit erhaltenes Reservat für die Bevölkerung von Belize. Das Gebiet mit dem neuen Namen Shipstern Conservation & Management Area liegt in der Nähe des Dorfes Sarteneja im Corozal Bezirk.



Belize Map


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Die CSFI ist eine registrierte und beglaubigte belizianische Nichtregierungsorganisation, die neutral, unpolitische und nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Der Rat setzt sich aus führenden belizischen und ausländischen Umweltschützern zusammen – manche von ihnen vom Beruf aus, andere aus dem Herzen.

Auch wenn der offizielle Sitz der CSFI in Belize City liegt, besitzt die Organisation keine Büros in der Stadt. Die CSFI betätigt sie sich im Feld vor Ort und auch die Büros der Mitarbeiter befinden sich Herzen des Schutzgebietes.
Die CSFI verfolgt drei Hauptziele:

  • Schutz und Konservierung
  • nachhaltige Waldbewirtschaftung
  • fairer Tourismus

Website CSFI


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Shipstern Conservation &
Management Area


Die Shipstern Conservation & Management Area liegt im Corozal Bezirk im Nordosten von Belize. Obwohl schon 1989 als Shipstern Naturreservat gegründet, wurde das Schutzgebiet erst im September 1990 offiziell durch den Umweltminister eröffnet. Es besteht aus zwei Teilen, eine grosse Fläche rund um die Shipstern Lagune und eine kleinere dicht bewaldete Fläche rund um das Xo-Pol Becken im Westen des Hauptgebietes. Am 31. Oktober 2012 wurde die Shipstern C&MA als Gebiet von nationaler Bedeutung für die Bevölkerung und Regierung von Belize für unbestimmte Dauer ernannt.

Aufgrund des Schutzes verschiedenster seltener Habitate, manche von ihnen einzigartig in Belize, wird die Shipstern C&MA schon lange als eines der wichtigsten Schutzgebiete von Belize anerkannt. Der Wald in und um das Schutzgebiet konnte sich seit 1955, als der Hurrikan Janet das gesamte Gebiet zerstörte, nahezu ungestört regenerieren. Die Wälder von Shipstern können dementsprechend als Urwälder betrachtet werden.



Fauna

Die Fauna von Shipstern ist dank Schutzbemühungen der vergangenen 20 Jahre immer noch vielfältig und zahlreich. Pekaris, Hokkos und Hirsche wandern durch Wälder und Savannen und sind wertvolle Beutetiere für Jaguar und Pumas. Die drei anderen Katzenarten von Belize (Ozelot, Jaguarundi & Margay) sind ebenfalls vertreten, und auch der Mittelamerikanische Tapir ist zahlreich. Der Regenbogentukan kommt immer noch häufig vor, wie auch verschiedene Papageienarten und andere auf der Yucatan Halbinsel endemische Arten.
Erwähnenswert sind auch die Amerikanischen Waldstörche, welche 1992 zurückgekehrt sind und jetzt jährlich in grossen Zahlen auf der Shiptern Lagune nisten. Eine weitere Seltenheit ist der Glanzkatzenvogel, der auf dem belizischen Festland nur in Shipstern nachgewiesen werden konnte.

Flora

Die Flora von Shipstern ist ebenso vielfältig: Einzigartig in Belize sind die halbhohen halbimmergrünen Yucatan Wälder. Noch seltener sind die Yucatan-Küstentrockenwälder mit Kuka Palmen.
Dieser Waldtyp ist nicht nur extrem selten in Belize (da er nur in Shisptern und im Bacalar Chico Nationalpark zu finden ist), sondern kommt auf der gesamten Yucatan Halbinsel nur in vier kleinen Gebieten vor.
Mehr Informationen finden Sie auf CSFI.bz.

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Freshwater Creek
Forest Reserve


Am 14. Mai 2013 wurde eine Vereinbarung zwischen der Corozal Sustainable Future Intitiative (CSFI) und der Regierung unterzeichnet betreffend einer langfristigen Konzession für die Verwaltung sowie für das Co-Management des Freshwater Creek Forest Reserve.

Der ITCF und der CSFI werden die Verwaltung der beiden Schutzgebiete Freshwater Creek FR und Honey Camp NP übernehmen, mit dem Ziel Freshwater Creek Forest Reserve als ersten Eckpfeiler einer neuen, langfristigen und nachhaltigen Forstwirtschaftsstrategie für den Nordosten von Belize zu installieren. Nach dem Vorbild von Shipstern, sollen auch Honey Camp NP und Freshwater Creek FR verwaltet werden. Durch die koordinierte gemeinsame Verwaltung der drei Einheiten soll eine starke Achse für Nachhaltigkeit und Naturschutz in Südost Corozal entstehen. Dies wird hoffentlich zu einer Vernetzung durch einen biologischen Korridor führen.

Das Potential für nachhaltige Forstwirtschaft ist in dieser Region bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die Harthölzer von Corozal, insbesondere der Mahagoni, gehören zu den qualitativ hochwertigsten in Zentralamerika. Der langfristige Schutz und die Pflege dieser natürlichen Ressource könnten eine solide Lebensgrundlage und eine Ressourcen generierende Aktivität darstellen. Da die Produktion nichtnachhaltiger Hölzer mit der Nachfrage nicht mithalten kann, wird der Markt für Hartholz aus nachhaltigen Quellen weiter wachsen, was auch einen Anstieg der Preise nach sich zieht.




Eine einleitende aber dennoch gründliche Untersuchung des Gebiets hat ergeben, dass in den letzten Jahrzehnten die Vorräte wertvoller Harthölzer wie Mahagoni nahezu komplett aufgebraucht wurden. Glücklicherweise konnten einige Mutterbäume mit ansprechender Grösse gefunden werden. Die Corozal Harthölzer existieren also weiterhin.

Bereits kurz nach der Unterzeichnung der Vereinbarung und trotz limitierter finanzieller Ressourcen, war die geleistete Arbeit in Teilen des Freshwater Creek FR beachtlich. Die Situation vor Ort und die Probleme, die diese Situation mit sich bringt, werden mittlerweile gut verstanden. Mit der Einzonung des Gebiets wurden die Gebiete mit dem höchsten Schutzwert identifiziert. Zusätzlich wurde verschiedene Feldversuche zu den Themen Baumproduktion und Aufforstung durchgeführt. In den nächsten Jahren sollen diese Arbeiten auf das ganze Gebiet des Freshwater Creek FR ausgedehnt werden.

Wir sind zuversichtlich, dass wir durch dieses Projekt ein beispielhaftes Modell für künftige Forstwirtschaft, für Waldreservate, Organisationen welche Wald verwalten oder sogar private Landbesitzer schaffen können. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Modell langfristig dazu beitragen wird, eine neue Form von waldbasierter Wirtschaft in Belize auf die Beine zu stellen.

ITCF sucht aktiv Hilfe, um eine grossangelegte Rehabilitation des Gebiets von Freshwater Creek realisieren zu können. In circa 20 Jahren, wenn es zum ersten Mal zu einer nachhaltigen Ernte kommen kann, werden die Einnahmen daraus den Schutz des Gebiets mindestens teilweise finanzieren können. Dies wiederum wird Grundlage dafür sein, Projekte mit der lokalen Bevölkerung aufzubauen.

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Honey Camp
National Park


Am 21. März 2013 wurde ein Abkommen zwischen der Regierung von Belize und der CSFI unterzeichnet, wobei die Verwaltung für dieses ein wenig in Vergessenheit geratene Schutzgebiet an die CSFI übertragen wurde. Der Honey Camp Nationalpark umfasst rund 3150 Hektaren geschlossene Waldfläche. Honey Camp Nationalpark ist zusammen mit dem Freshwater Creek Waldreservat ein wichtiger Bestandteil des nördlichen biologischen Korridors von Belize.



Während der ersten Monate nach der Unterzeichnung hat sich die CSFI auf die dringendsten Aktivitäten konzentriert:

  • Treffen mit lokalen Interessensvertretern zu Gesprächen in Bezug auf den Nationalpark
  • Kontrolle der Grenzen und Einrichten von Beschilderung
  • Einschätzen von illegalen Aktivitäten in der Vergangenheit und in der Gegenwart
  • Aktive Überwachung und Vollzug

Die CSFI ist heute sehr präsent und akzeptiert. Ziel wird es sein, wenn die nötigen finanziellen Mittel vorhanden sein werden, permanente Wächterquartiere und Infrastrukturen für den Tourismus zu errichten. Für den Moment bleibt das Hauptaugenmerk aber auf der aktiven Überwachung des Gebiets und dem Vollzug der Massnahmen, um die biologische Integrität zu wahren.

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